
- Balthasar auf Erlebnistour durch das AQUA! 2008.
12. August 2008
Liebes Tagebuch.
Heute war ein weiterer ruhiger Lagertag, und ich hatte in der Früh schon Zeit, ein bisschen in der Lagerzeitung, dem Seestern zu lesen, wo ich einen Bericht über die Krankenstation fand. Das wollte ich mir auch ansehen. Am Eingang der Krankenstation erzählte mir ein Chef-Sani von den häufigsten AQUA-Krankheiten: Sonnenstich und Schnupfen, je nach Wetterlage. Als ich weiterwanderte, kam mir aus dem hintersten Winkel der Station derselbe Chef-Sani wieder entgegen („Der kann aber schnell laufen“ dachte ich bei mir.) und erzählte mir von den häufigsten AQUA-Krankheiten: Sonnenstich und Schnupfen, je nach Wetterlage. Etwas verdutzt drehte ich meine Runde und kam wieder an den Eingang, wo besagter Sani gerade eine kleine Schnittwunde verarztete und mir zum Abschied zuwinkte. Aber als ich nur einen Moment später die Station verließ, kam er mir schon wieder entgegen und verabschiedete sich noch einmal. Zwar bin ich manchmal ein Hasenfuß, aber Hase bin ich noch lange keiner, und so kehrte ich noch einmal um, um herauszufinden, ob ich tatsächlich wegen der Hitze unter einem Sonnenstich mit Halluzinationen litt, denn Schnupfen hatte ich sicherlich nicht. Und tatsächlich, da standen die zwei Chef-Sanis bei einander, unterhielten sich und sahen sich so ähnlich wie die beiden Igel in „Hase und Igel“. Wie sich herausstellte sind’s Zwillinge, die nicht nur das Aussehen sondern nebenbei auch das Interesse am Sanitätsdienst teilen.
Dann ging ich wieder einmal den Hochseilgarten besuchen. Jössas, ich sag Dir, liebes Tagebuch, allein vom Zuschauen wird mir schon schwindlig. Angeseilt und mit Helmen auf ihren Köpfen erklettern die Gruppen luftige Höhen und schaffen es dabei auch noch, den vollen Becher, den sie oben nach der Anstrengung trinken wollen, nicht zu verschütten. Nach dem Trunk stürzen sie sich ins Leere und werden dabei von den eigenen Leuten mit Seilen gesichert. Das wäre nichts für mich, zumindest jetzt noch nicht. Vielleicht in ein paar Jahren.
Es war heute so heiß, dass ich mich unbedingt abkühlen musste. Nach einem kalten Schauer in der von den GuSp in einem Workshop selbstgebauten Dusche, legte ich mich ein bisschen aufs Ohr, wurde aber alsbald wieder geweckt: Die CaEx kehrten von ihren Wet’n’Wild-Tagen zurück. Völlig erledigt und verschwitzt schleppten sie sich quer durchs Lager. Der Zug an Heimkehrern wollte schier kein Ende nehmen und versiegte erst am späten Abend. Gleichzeitig war ein warmer Wind aufgekommen, der den ganzen Lagerstaub und Lagersand aufwirbelte. Wir mussten unsere Augen und Nasen vor den Staubwolken schützen, und es schien, als würde eine Wüstenkarawane durchs Lager ziehen.
Liebes Tagebuch, ich gehe mir jetzt den Mund ausspülen, da zwischen meinen Zähnen noch immer der Wüstensand knirscht, um mich danach zu Bett zu begeben Die Hitze hat mich heute ganz müd gemacht.
Alles Liebe
Dein Balthasar
August 12th 2008
Today we enjoyed another quite quiet day on AQUA, and already in the morning I found the time to to read the camp newspaper, the „Seestern“ (starfish), where I found an article about the infirmary. This was something I wanted to see. At the entrance of the infirmary the boss of the medics explaned to me the most frequent illnesses on AQUA: sunstroke or cold, each depending on the weather. When I continued my way, out of the farest corner of the infirmary the same boss of medics walked towards me (“this man really moves fast”, I thought) and explaned to me the most frequent illnesses on AQUA: sunstroke and cold, each dependeing on the weather. Somehow stunned I finished my tour and arrived again at the entrance where the same medic just medicated someone’s cut waving good-bye to me. But just an instant later when I left the infirmary he again came towards me from outside to say good-bye once again. I might be sometimes chickenhearted like a rabbit, but I am not a rabbit, so I turned around to find out whether I suffered from hallucinations because of a sunstroke or because of a cold, which was very unlikely for it was very hot. And indeed, there they were, both of them, the two medics talking and looked just the same like the two hedgehogs in the story of “The rabbit and the hedgehog”. It turned out that they were twins who don’t only share their look but also their interest in being medics.
Then I went to see the high rope course again. Oh my! I tell you, my dear diary, that already watching it makes me dizzy. Roped up and with helmets on their heads the groups climb into airy hights and still don’t spill the drink in the glass which they take with them to appease their thirst when they have reached the peak. After the drink they let themselves drop into the air and are saved by their companions on the ground. I couldn’t do that, at least not yet. Maybe in a couple of years.
Today it was so hot that I had to cool off somehow. After a cold refreshment at the shower some GuSp had built in a workshop, I lay down for a little snooze, but woke up only an instant later: The CaEx returned from their Wet’n’Wild days. Totally exhausted and soaked with sweat they dragged themselves through the camp. The procession of homecomers sheerly didn’t want to end and only expired in the late evening. In the meatime a warm wind had sprung up who blew up all the camp’s sand and dust. We had to protect our eyes and noses from the dusty clouds while a caravan out of the desert seemed to pass the camp.
Dear diary, I am going to rinse my mouth because between my teeth I still feel some crunchy desertsand and then I will go to bed. Today’s heat was quite exhausting.
All the best
Yours
Balthasar



