
- Balthasar auf Erlebnistour durch das AQUA! 2008.
13. August 2008
Liebes Tagebuch.
langsam geht das Lager seinem Ende entgegen. Die Lagerteilnehmer haben heute schweren Herzens mit dem Abbau begonnen, denn nach so vielen schönen und aufregenden und sonnigen und verregneten und verliebten gemeinsamen Momenten fällt es schwer, sich von den Orten genau dieser Momente zu trennen. Zu Hilfe kam ihnen aber ein Trommelrhythmus, der den ganzen Tag über im ganzen Lager zu hören war, und der die Traurigkeit ein wenig in den Hintergrund schob. Die RaRo waren noch in verschiedene Workshops vertieft, worunter sich der Trommelworkshop als absoluter Renner erwies. Sie trommelten und schlugen auf ihre Lack- und Farbtöpfe und Kübeln ein und brachten das ganze Lager wenn auch nicht zum Tanzen, (denn es musste ja gearbeitet werden) dann doch zum Ellenbogenschlenkern und Fußwippen und Kopfnicken.
Am Nachmittag habe ich den Alfred Komarek alias Bohumil Blubb vorbei spazieren sehen, gefolgt von einer Schar WiWö, die für die Abschlussfeier am Abend noch einmal ihren Meeressong übten. Ihr Lied „Unter dem Meer“ passte sich hundertprozentig dem Rhythmus der RaRo’schen Trommeln an, und vielleicht kann man dann doch davon sprechen, dass das ganze Lager sich langsam in einen Lagertanz eingroovte.
Auf der abendlichen Abschlussfeier präsentierte jede Stufe ihre Lagerhighlights. Alle Meeresbewohner sangen gemeinsam mit den WiWö und Bohumil Blubb ihren Lagersong, die GuSp brachten mit ihren Kwant-shouts ‚n’ answers die Menge zum Brodeln, die CaEx zeigten stolz gemeinsam mit ihren Gästen aus Griechenland einen neu erlernten Tanz, vielleicht einen Sirtaki, aber so genau kenne ich mich dabei nicht aus, und die RaRo präsentierten Bilder von ihren Projekttagen. Außerdem wurde das Schafstück wegen des großen Erfolgs wieder aufgenommen, und die Wiese hallte wieder vom Blöken der RaRo -Schafe und von den Rufen des Schafhirten. Nach Werners Best-of-Diashow wurde das Lager von den Lagerleitern offiziell beendet. Tja, aber anstatt dass danach Ruhe einkehrte, damit jeder sich auf das Erlebte besinne, wurde einfach die Bühne gestürmt und die Lagerteilnehmer führten mit Musik und Fahnenschwingen einen großen Zinnober auf. Denen scheint das AQUA! 2008 wirklich sehr gefallen zu haben.
Als ich danach am späten Abend noch einmal wehmütig meine letzte Runde über das Lager zog, sah ich überall die Lagerfeuer brennen. In dieser Nacht wollte keiner allein im Zelt bleiben. Nun liege ich in meinem Schlafsack und höre immer noch die Lagerfeuergesänge herübertönen. Wie ich die Pfadis kenne, wird das bis in die frühen Morgenstunden weitergehen. Das macht aber nichts, denn, liebes Tagebuch, Lagerfeuerlieder sind die schönsten Schlaflieder, die Du Dir nur vorstellen kannst.
Bis morgen, auf ein letztes Mal,
Dein Balthasar
August 13th 2008
Dear diary,
slowly the AQUA comes to an end. Today the participants have started the dismantling with a heavy heart, for it is sad to leave the places of the most beautiful and most exciting and sunniest and most amorous moments. The only help came from the rhythm of drums which was heard on the whole campground the whole day long and which was able to somehow disguise the sadness a little bit. The RaRo were still busy with some workshops under which the workshop for drumming was very successful. They played and beat the paintpots and bins and buckets and made the whole camp not really dancing (because work had to be done) but shaking their ellbows, feet and heads.
In the afternoon I saw Alfred Komarek aka Bohumil Blubb passing by, followed by a flock of WiWö who rehearsed their seasong for the good-bye ceremony in the evening. Their song “Under the sea” adjusted perfetly to the rhythm of the RaRo’s drums, and maybe you can say that the whole camp got the groove for a special camp dance.
In the evening at the good-bye ceremony each level did a presentation of their highlights. All the animals of the sea sang with WIWö and Bohumil Blubb the seasong, the GuSp made the croud seethe with their Kwant shouts ‘n’ answers, the CaEx proudly showed the dance they had studied with their guests from Greece, maybe a Sirtaki, but I am not an expert in those things, and the RaRo showed pictures of their project days. Also because of the big success they made a revival of their sheepy theatre piece and the whole meadow was echoing the bleaking of the RaRo sheep and the shouts of the shepherd. After Werners Best-of slideshow the camp was officially concluded by the organizers. Oh well, but instead of a certain piece to bethink and reflect on the experienced things there was a big hubbubb because the participants just stormed on stage and made music and waved their flags. They seemed to have enjoyed the AQUA! 2008 very much.
When I wistfully did my last tour over the whole camp I saw campfires all over the place. This night nobody wanted to stay allone in his or her tent. Now I lie in my sleeping bag and still listen to the campfiresongs. As far as I know the scouts will continue their singing until the early morning, but that’s ok, because campfiresongs are the best and most beautiful lullabies you can imagine.
See you tomorrow for the last time.
Yours
Balthasar



